Tag Archives: del.icio.us

Delicious – erstes Ausprobieren

LoL hat sich vorgenommen, Dienste wie delicious auszuprobieren um sich ein genaueres Bild davon machen zu können. Sie hat sich also einen Account bei delicious angelegt und ein paar Bookmarks hinzugefügt. Schnell stellte sich das erste Problem: in welcher Sprache soll getaggt werden? LoL hat erstmal automatisch die englischen Bookmarks mit englischen tags versehen, weil das irgendwie halt Nahe lag. Bald ergab das dann Doppeltags, wie library und Bibliothek. Nicht sehr sinnvoll. Also hat LoL sich jetzt entschieden, deutsche tags zu verwenden. Was bedeutete, dass sie die bereits vorhandenen, englischen ändern musste. Was bereits zum zweiten Problem, bzw. einer Befürchung LoL’s führte. Das “freie Stichwortvergabe” bereitet ihr immer noch etwas Mühe, da sie fürchtet, dass sie nicht sehr konsequent ist, was schliesslich in einem ewigen Herumbasteln und Editieren der Schlagwörter münden könnte. Grundsätzlich findet LoL das Beschlagworten der Link aber eigentlich eine ganz gute Sache, sieht aber noch nicht so ganz die grundlegende Differenz zum “traditionellen” Verwalten von Links in Ordnern. Natürlich lässt sich mit dem taggen jeder Link verschiedenen Themen zuordnen – man kann aber auch den gleichen Link in verschiedenen Ordnern speichern. Hat LoL bis jetzt auf jedenfall immer so gemacht.

Aber LoL hat ja jetzt auch erst damit angefangen und noch nicht wirklich damit gearbeitet, sondern erstmal nur Links gespeichert. Die Differenzen und Vorzüge werden sich wohl erst nach einer Weile zeigen.

Etwas mühsam findet LoL auch, dass bei fast jedem 2. click die Meldung  “Hmmm…you have been blocked” erscheint. Meistens geht’s beim zweitenmal, manchmal braucht’s aber mehrere Anläufe.

Auch ganz praktisch findet LoL, dass viele Websites bzw. Online-Zeitungsartikel mit einem Button versehen sind, mittels denen sich die Seite z.B. in delicious speichern lässt. So richtig konnte sie das allerdings noch nicht ausprobieren. Denn den Artikel, den sie gerade speichern wollte, hat sie über Bloglines gefunden und der Button lässt sich nicht anklicken. Liegt das vielleicht daran, dass der Zugang zum Artikel über einen Feedreader erfolgt?? Eine andere Möglichkeit ist natürlich, einfach den entsprechenden Artikel zu öffnen und dann über den Button als Bookmark zu speichern – nur: die Seite lässt sich momentan grad nicht öffnen… Aber vielleicht klappt es ja beim nächsten Anlauf. *** Okay, beim zweiten Anlauf hat’s geklappt, allerdings nur über den geöffneten Link auf die Originalseite, nicht direkt über Bloglines.

del.icio.us – delicious

Etwas, was LoL bereits aufgefallen ist, bevor sie (also bis diese Woche) erfahren hat, was del.icio.us ist, ist die komische Schreibweise, mit den Punkten dazwischen. Steht das für was Bestimmtes? Woher kommt das? Auf der Website von delicious erscheint die Schreibweise konsequent als “delicious”, also nichts mit komischen Punkten. Vielleicht kennt ja jemand des Rätsels Lösung?

Lernen 2.0, Lektion 08: Social bookmarking

Wie es scheint (Lernen 2.0, Lektion 08), existiert teilweise eine gewisse Hemmschwelle, die eigene, sorgsam zusammen getragene Linksammlung öffentlich zu machen und mit anderen zu teilen. LoL sieht in dieser Art der Bookmark-Verwaltung jedoch spontan, aus eigener Erfahrung, durchaus Vorteile.

 LoL hat das Problem, dass sie die meisten Bookmarks bei der Arbeit anlegt, diese aber auch gerne auf ihrem eigenen Rechner zu Hause hätte. Ganz am Anfang, vor einigen Jahren, hat sie die Links jeweils noch von Hand aufgeschrieben, später dann in ein E-Mail kopiert und sich selbst geschickt. Aber bei der heutigen Masse von interessanten Seiten und, dementsprechend, Anzahl Bookmarks ist beides nicht mehr wirklich praktisch. Das Problem, wie man also die Bookmark-Sammlung von einem Rechner auf den anderen bekommt, beschäft LoL jetzt schon ein Weilchen. Vor einiger Zeit hat sie mal in einer der Abend-Gratiszeitungen (in einer Kolumne, in welcher ein 12jähriger Rat zu Computer-Problemen gab) eine Anleitung zum Exportieren von Bookmarks gelesen, aber leider vergessen, die Zeitung bzw. den Artikel mitzunehmen. Bookmarks also unabhängig von einem Rechner im Web anzulegen und zu verwalten, macht für LoL also durchaus Sinn. Aber nicht nur der Rechner-unabhängige Zugriff hört sich überzeugend an, sondern auch die Rechner-unabhängige Speicherung der Bookmarks. Vor knapp einem Jahr hat nämlich die Harddisk von LoL’s Büro-Rechner den Geist aufgegeben und, neben praktisch allen anderen Daten, waren auch alle, über Monate mühsam gesammelte Bookmarks, unwiderruflich weg. Nun gut, zugegeben, der Verlust war verkraftbar, denn, seien wir ehrlich, viele der Bookmarks braucht man eigentlich gar nicht wirklich und schaut sie selten mehr als 2, 3 Mal an. Aber einige kann man eben doch sehr gut gebrauchen und es hat LoL einige Zeit gebraucht, diese wieder zusammen zu tragen (geholfen haben ihr dabei auch fachspezifische Mailing-Lists, die LoL überhaupt sehr schätzt – und die ja eigentlich auch nichts anderes als “sozialer Austausch” sind).

Ob LoL sich jetzt gleich bei einem Dienst wie Del.icio.us oder Bibsonomy anmeldet und mitmischt, ist noch nicht ganz entschieden, aber sie schaut sich auf jedenfall die Möglichkeiten noch ein bisschen genauer an.

Lernen 2.0, Lektion 08: Tagging

Tagging. LoL hat inzwischen auch ein paar scheue Versuche unternommen, auf diesem Blog wie auch in LibraryThing den einen oder anderen Tag zu verwenden. Muss sich aber immer noch ein bisschen überwinden “vollkommen unstrukturiert und formenfrei” Tags zu vergeben. Déformation professionelle eben 🙂 .

Von Del.icio.us hat sie zwar auch schon gehört, sich aber bis jetzt noch nicht damit befasst und wusste eigentlich auch gar nicht, was es eigentlich ist. Social Software. “Social” scheint ja zur Zeit DAS Schlagwort zu sein. Alles ist social, alles wird ge- und mitgeteilt, offen zugänglich gemacht, jeder kann mitmischen, mitgestalten, mit-weiterentwickeln. Eigentlich eine gute Sache (wenn man denn mal einen Überblick hat und sich auf das beschränken kann, was einen selbst interessiert/nützt), aber irgendwie kann sich LoL nicht dem Eindruck verwehren, dass dies auch ein wenig zum Ersatz für den wirklichen, un-virtuellen sozialen Kontakt wird, da man einfach zu viel Zeit vor dem Computer verbringt und zuwenig Zeit hat, “echte” Leute zu treffen (aber vielleicht ist diese “Verlagerung” ja auch gar nichts Neues, wie so vieles. Wie haben das wohl die Leute gesehen, als das Telefon erfunden wurde, und man nicht mehr persönlich vorbei gehen musste, um sich zu unterhalten?). Und vielleicht gehört dieser Eindruck ja auch in die Kategorie der “ketzerischen Interventionen von Leuten, die noch keine persönlichen Erfahrungen mit den neuen Diensten gemacht haben”. Die Kommentare zur Lektion auf Kawa13’s Weblog (trackback, trackback! 🙂 ), von wo auch die Zitate stammen, fand LoL jedenfalls sehr interessant und vor allem gefreut hat sie Büchereierlei’s Aussage, dass der soziale Effekt sich auch dahin ausgewirkt hat, “echte Menschen mit gleichen Interessen” kennen zu lernen. LoL geht eigentlich auch lieber mit echten Menschen und echten Büchern in echte Cafés. Aber, seien wir ehrlich, sie findet den “sozialen Effekt” dieses Kurses auch toll und motivierend und es hat natürlich auch grosse Vorteile – das man eben in Kontakt mit Menschen kommt, die nicht in der gleichen Region sind und die man sonst gar nicht “treffen” würde. Aber es stellt sich doch auch die Frage, wie’s nach dem Kurs denn weitergeht. Denn, wie sinnvoll ist dieser Blog eigentlich, ohne den Lernen 2.0 Input? Wen interessiert’s? Wozu/worüber soll er sein? Und wie “sozial” ist Bloggen eigentlich?

Auf jeden Fall kann LoL Edlef Stabenau’s Aussage, dass es weniger darauf ankommt, ob man diese Dienste nutzt, sondern vielmehr, dass man weiss, dass es sie gibt und wie sie funktionieren, nur zustimmen und wird sich deshalb heute noch ein bisschen weiter mit del.icio.us & Co. befassen.