Netvibes. Wozu?

Mit grossem Interesse habe ich die Liste der Top 10 Tools for Learning Professionals auf Phil Bradleys Blog gelesen. Schliesslich benutze ich inzwischen ebenfalls einige Web 2.0-Anwendungen regelmässig und es gibt hier immer wieder Neues zu entdecken. Bloglines, das ich täglich benutze, ist anscheinend inzwischen out. Aber das ist ein anderes Thema, denn hier geht es ja jetzt um Netvibes.

Zum ersten Mal begegnet bin ich Netvibes bei Lernen 2.0. Da war das zwar nicht Inhalt einer Lektion, sondern vielmehr ein Tool, mittels dessen sich die Beteiligten über die Blog-Aktivitäten der MitstreiterInnen auf dem Laufenden halten konnten. Die nächste Netvibes-Seite, die mir dann noch begegnet ist, war die von Danilola, über welche auch der/die  eine oder andere LeserIn auch auf meinem eigenen Blog gelandet ist. Damit endete dann auch die Bekanntschaft und weitere Auseinandersetzung mit Netvibes, da sich diese Anwendung vor allem dadurch auszeichnete, dass sie seeeehhhhhr lange brauchte, bis die jeweiligen Seiten geladen waren, bzw. im Grossteil der Fälle überhaupt nicht geladen wurden.

Nun bin ich über die Liste der Top 10 Tools bei Joeyanne Libraryanne wieder auf Netvibes gestossen, die es als “My dashboard to pretty much everything on the web and available wherever I’m accessing the internet” beschreibt.  Das hört sich doch nicht schlecht an und scheint jedenfalls einen Versuch wert, es sich mal wieder etwas genauer anzuschauen. Inzwischen wird die Seite auch problemlos und rasch geladen. Die Registrierung ist also vorgenommen, die Basisdaten im Profil eingegeben und mittlerweile konnte ich das System auch überreden, meinen Wohnort von “Afghanistan” auf “Switzerland” zu ändern. Allerdings weigert es sich standhaft, das Bild hochzuladen, bzw. das hochgeladene Bild zu speichern und zu verwenden. Aber jä nu.

Nun geht es also an’s Einrichten. Es gibt anscheinend zwei Ebenen: Eine öffentliche und eine private, was ich ganz gut finde. Was mir auf den ersten Blick gefällt, ist die Wettervorhersage (wobei es auch hier etwas länger gedauert hat, bis das Schweizerische Zürich gefunden und übernommen worden ist). Als passionierte Erstellerin von To do-Listen ebenfalls sehr sympathisch ist die “Liste de tâches” auf der privaten Seite. Ansonsten scheint mir das Ganze allerdings generell eher recht unübersichtlich und eigentlich weiss ich nicht so richtig, wie ich da jetzt meine Seite(n) überhaupt einrichten soll. Und womit. Im Prinzip kann ich hier wieder die gleichen Links, RSS-Feeds, Bookmarks, etc. speichern, die ich bereits in meinen Favoriten, bei Delicious und bei Bloglines gespeichert hab. Einzig die Darstellung ist anders. Erinnert ein bisschen an die PC- Desktop-Oberfläche mit den jeweiligen Shortcuts, aber halt einfach für’s Internet. Was wiederum aber auch durchaus gewisse Vorteile haben könnte.

Im Moment bin ich noch nicht so richtig davon überzeugt, aber ich werd mal noch ein bisschen weiter ausprobieren. Man weiss ja nie. Vor ein paar Wochen war ich schliesslich auch noch davon überzeugt, dass Twitter für mich absolut überflüssig ist und ich wunderbar ohne auskomme. Inzwischen ist es in kürzester Zeit zu meiner absoluten Lieblings-Online-Anwendung geworden🙂 .

Eine andere, ähnliche Anwendung scheint Pageflakes zu sein (das mir den Wetterbericht automatisch für Zürich anzeigt🙂 ), die ich mir vielleicht auch mal noch genauer ansehen werde. Und ausserdem gibt es auf den obengenannten Listen noch das eine oder andere interessante Tool, dass es zu entdecken gäbe.

4 responses to “Netvibes. Wozu?

  1. Grüezi an den (von mir per SBB vorgestern umfahrenen) Zürisee🙂

    also Netvibes gehört für mich seit den 13Dingen zu meinen Lieblings-Tools (+ einem der wichtigsten) und und meine Seite ist eine der ersten, die morgens angeguckt werden. Gleich auf der ersten Seite habe ich morgens alle für mich interessanten News auf einer Seite, aber schön stukturiert.

    Bloglines fand ich schon allein vom Layout nicht interessant.
    Den Google-Reader nutze ich zwar auch, aber nicht so häufig, da man sich da ja erst mal einloggen muss.

    Das einzige Manko ist, dass ich hier an den Info-PC oft Probleme mit Netvibes habe, aber vielleicht wird hier ja irgendwann mal wieder “aufgerüstet”😉

    Tja, und dann müsste ich mal aufräumen, denn inzwischen sind da viele RSS-Feeds, die ich mal eingefügt habe, die aber nicht gehalten haben, was sie versprechen/ eingeschlafen sind o.ä.

    • lonelylibrarian

      @dribbdebach77 Hätte Netvibes beinahe schon wieder aufgegeben, aber hab jetzt doch nochmal ein bisschen rumprobiert und freunde mich langsam (bwz. recht schnell) damit an. Toll finde ich vor allem, dass man Twitter integrieren kann. Auch an das Layout gewöhne ich mich langsam – besonders an die Farben🙂.

      Noch schöner als um den Zürisee herumzufahren ist übrigens, am Sonntag Nachmittag im Café direkt am See zu sitzen und Glacé zu essen😉. Leider finden das etwa 100’000 andere ZürcherInnen auch…

  2. Ich lese Feeds am liebesten in Bloglines, habe aber daneben auch Netvibes in Betrieb. Hier schätze ich besonders, dass man viele ähnliche Feeds auf einer Seite in Fensterchen (“Widgets”) anzeigen kann und flächig drübersehen kann. Man hat so schnell einen Überblick, was Bloglines nicht ermögicht: Hier öffnet man Feed um Feed und liest die Einträge. Beispiel: Man kann auf einer Seite viele Abfragen einer Suchmaschine sich anzeigen lassen und hat so im Überblick einen Eindruck, was alles sich in den Ergebnissen findet, was sich wiederholt. Wenn einen dann etwas interessiert, fährt man mit der Maus drüber, bekommt dann einen Anreißer-Text und erst, wenn einen dann das wirklich interessiert, lädt man den ausführlichen Text durch anklicken. Das ist Zeitmanagement, eine “Startseite” in solchen Fällen zu verwenden.
    Pageflakes ist ähnlich, in letzter Zeit aber unzuverlässig und mit Werbung versehen.
    Übrigens: Netvibes hat auch ein Twitter-Widget. So kann man mehrere Twitter-Accounts auf einmal anzeigen lassen und nach Belieben füllen. Finde ich ganz gut.

  3. Netvibes ist wirklich schneller geworden, ich habe schon lange nicht mehr reingeschaut, aber bereits seit einigen Jahren einen Account. Vielleicht sollte ich mich mal wieder genauer damit beschäftigen?
    Danke für die Anregung.

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