Bibliothek oder Waterstone’s? Das neue Image britischer Bibliotheken

In Grossbritannien reagieren viele öffentliche Bibliotheken auf die stark rückläufigen Benutzerzahlen, und daraus resultierende Bibliotheksschliessungen, indem sie sich von den bis anhin stereotypen Verhaltensregeln in Bibliotheken abwenden. Die Bibliotheken sind daran, ihr traditionelles Image abzustreifen, wie die Society of Chief Librarians bestätigte. Vorbei die Zeiten, in denen in den Lesesälen Stille herrschte und weder Essen und Trinken geduldet wurde. Vielmehr orientieren sich die Bibliotheken vermehrt an Konsumtempeln wie Waterstone’s, Virgin’s etc., in denen telefoniert, gegessen, getrunken, gespielt und Fussball geschaut werden darf, ohne dass sich daran jemand stört (höchstens stillschweigend). In einer Bibliothek in West London stiegen die Ausleihzahlen um 32 %, seit darin eine Starbucks Filiale integriert wurde. Betroffen von diesen Veränderungen ist auch das qualifizierte Bibliothekspersonal, von dem es in den “neuen” Bibliotheken offenbar keins mehr, oder zumindest wesentlich weniger, braucht… Mehr dazu ist in der britischen Tagespresse der letzten Tage nachzulesen, z.B. beim Independent, oder bei Timesonline hier und hier.

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