Lernen 2.0, Lektion 08: Tagging

Tagging. LoL hat inzwischen auch ein paar scheue Versuche unternommen, auf diesem Blog wie auch in LibraryThing den einen oder anderen Tag zu verwenden. Muss sich aber immer noch ein bisschen überwinden “vollkommen unstrukturiert und formenfrei” Tags zu vergeben. Déformation professionelle eben🙂 .

Von Del.icio.us hat sie zwar auch schon gehört, sich aber bis jetzt noch nicht damit befasst und wusste eigentlich auch gar nicht, was es eigentlich ist. Social Software. “Social” scheint ja zur Zeit DAS Schlagwort zu sein. Alles ist social, alles wird ge- und mitgeteilt, offen zugänglich gemacht, jeder kann mitmischen, mitgestalten, mit-weiterentwickeln. Eigentlich eine gute Sache (wenn man denn mal einen Überblick hat und sich auf das beschränken kann, was einen selbst interessiert/nützt), aber irgendwie kann sich LoL nicht dem Eindruck verwehren, dass dies auch ein wenig zum Ersatz für den wirklichen, un-virtuellen sozialen Kontakt wird, da man einfach zu viel Zeit vor dem Computer verbringt und zuwenig Zeit hat, “echte” Leute zu treffen (aber vielleicht ist diese “Verlagerung” ja auch gar nichts Neues, wie so vieles. Wie haben das wohl die Leute gesehen, als das Telefon erfunden wurde, und man nicht mehr persönlich vorbei gehen musste, um sich zu unterhalten?). Und vielleicht gehört dieser Eindruck ja auch in die Kategorie der “ketzerischen Interventionen von Leuten, die noch keine persönlichen Erfahrungen mit den neuen Diensten gemacht haben”. Die Kommentare zur Lektion auf Kawa13’s Weblog (trackback, trackback!🙂 ), von wo auch die Zitate stammen, fand LoL jedenfalls sehr interessant und vor allem gefreut hat sie Büchereierlei’s Aussage, dass der soziale Effekt sich auch dahin ausgewirkt hat, “echte Menschen mit gleichen Interessen” kennen zu lernen. LoL geht eigentlich auch lieber mit echten Menschen und echten Büchern in echte Cafés. Aber, seien wir ehrlich, sie findet den “sozialen Effekt” dieses Kurses auch toll und motivierend und es hat natürlich auch grosse Vorteile – das man eben in Kontakt mit Menschen kommt, die nicht in der gleichen Region sind und die man sonst gar nicht “treffen” würde. Aber es stellt sich doch auch die Frage, wie’s nach dem Kurs denn weitergeht. Denn, wie sinnvoll ist dieser Blog eigentlich, ohne den Lernen 2.0 Input? Wen interessiert’s? Wozu/worüber soll er sein? Und wie “sozial” ist Bloggen eigentlich?

Auf jeden Fall kann LoL Edlef Stabenau’s Aussage, dass es weniger darauf ankommt, ob man diese Dienste nutzt, sondern vielmehr, dass man weiss, dass es sie gibt und wie sie funktionieren, nur zustimmen und wird sich deshalb heute noch ein bisschen weiter mit del.icio.us & Co. befassen.

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