Tag Archives: tagging

Tagging und mehr in der Stadtbibliothek Stockholm

LoL hat sich gerade mal wieder die Website der Stockholmer Stadtbibliothek angeschaut. Sie hat dort nämlich vor ca. 2 Jahren mal die Weiterentwicklung des Dienstes “Ask a Librarian”, nämlich den “Rent a Librarian” gefunden und wollte nun wissen, ob diese Dienstleistung immer noch angeboten wird. Ja, das Angebot gibt es immer noch: gleich auf der Startseite kann man rechts auf Boka bibliotekarie klicken und sich eine/n persönliche/n BibliothekarIn für die eigenen Recherchen buchen. Neben der Stadtbibliothek in Stockholm gibt es in Schweden noch eine ganze Reihe weiterer Bibliotheken, die diesen Dienst anbieten. Eine gute Idee, findet LoL, für beide Seiten praktisch.

Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken auf der Webseite, hier findet man vieles bereits umgesetzt, worüber bei uns noch diskutiert wird. Unter skriv och tyck kann man seine Meinung zu Medien, Themen, Veranstaltungen mitteilen und mit anderen Benutzern diskutieren (diskutera), Bücher und Medien bewerten und rezensieren (betyg och omdömen) und – taggen! Ja, genau, unter etiketter findet man es schwarz auf weiss: Du och alla andra användare bestämmer själva hur ni vill kategorisera böcker, filmer och andra medier (Übers.: Du und alle anderen Anwender bestimmen selbst, wie ihr Bücher, Filme und andere Medien kategorisieren wollt).

Und überhaupt erinnert die Darstellung sehr an Amazon & Co., wie man z.B. diesem Eintrag eines Hörbuchs von Liza Marklund sehen kann. Nebem der Anzeige des bekannten Bibliothekskatalogisats sieht man die von den Benutzern vergebenen Schlagworte, Links zu weiteren verfügbaren Medien des Titels, eine kurze Beschreibung/Zusammenfassung, Benutzerrezension(en) sowie Vorschläge mit weiteren, ähnlichen Titeln.

LoL findet das ein sehr schönes Beispiel dafür, was Bibliotheken alles mit ihren Online-Katalogen machen könn(t)en.

Delicious – erstes Ausprobieren

LoL hat sich vorgenommen, Dienste wie delicious auszuprobieren um sich ein genaueres Bild davon machen zu können. Sie hat sich also einen Account bei delicious angelegt und ein paar Bookmarks hinzugefügt. Schnell stellte sich das erste Problem: in welcher Sprache soll getaggt werden? LoL hat erstmal automatisch die englischen Bookmarks mit englischen tags versehen, weil das irgendwie halt Nahe lag. Bald ergab das dann Doppeltags, wie library und Bibliothek. Nicht sehr sinnvoll. Also hat LoL sich jetzt entschieden, deutsche tags zu verwenden. Was bedeutete, dass sie die bereits vorhandenen, englischen ändern musste. Was bereits zum zweiten Problem, bzw. einer Befürchung LoL’s führte. Das “freie Stichwortvergabe” bereitet ihr immer noch etwas Mühe, da sie fürchtet, dass sie nicht sehr konsequent ist, was schliesslich in einem ewigen Herumbasteln und Editieren der Schlagwörter münden könnte. Grundsätzlich findet LoL das Beschlagworten der Link aber eigentlich eine ganz gute Sache, sieht aber noch nicht so ganz die grundlegende Differenz zum “traditionellen” Verwalten von Links in Ordnern. Natürlich lässt sich mit dem taggen jeder Link verschiedenen Themen zuordnen – man kann aber auch den gleichen Link in verschiedenen Ordnern speichern. Hat LoL bis jetzt auf jedenfall immer so gemacht.

Aber LoL hat ja jetzt auch erst damit angefangen und noch nicht wirklich damit gearbeitet, sondern erstmal nur Links gespeichert. Die Differenzen und Vorzüge werden sich wohl erst nach einer Weile zeigen.

Etwas mühsam findet LoL auch, dass bei fast jedem 2. click die Meldung  “Hmmm…you have been blocked” erscheint. Meistens geht’s beim zweitenmal, manchmal braucht’s aber mehrere Anläufe.

Auch ganz praktisch findet LoL, dass viele Websites bzw. Online-Zeitungsartikel mit einem Button versehen sind, mittels denen sich die Seite z.B. in delicious speichern lässt. So richtig konnte sie das allerdings noch nicht ausprobieren. Denn den Artikel, den sie gerade speichern wollte, hat sie über Bloglines gefunden und der Button lässt sich nicht anklicken. Liegt das vielleicht daran, dass der Zugang zum Artikel über einen Feedreader erfolgt?? Eine andere Möglichkeit ist natürlich, einfach den entsprechenden Artikel zu öffnen und dann über den Button als Bookmark zu speichern – nur: die Seite lässt sich momentan grad nicht öffnen… Aber vielleicht klappt es ja beim nächsten Anlauf. *** Okay, beim zweiten Anlauf hat’s geklappt, allerdings nur über den geöffneten Link auf die Originalseite, nicht direkt über Bloglines.

Tags everywhere…

Und plötzlich trifft man sie überall, die Tags! Gerade eben bei Amazon gesehen, dass es da jetzt auch Tags gibt, die man, natürlich, selbst hinzufügen kann, oder nach denen man Bücher, bzw. Produkte, suchen kann. Ist das neu? Oder hat LoL das bis heute ganz einfach noch nicht wahrgenommen?? Ohne Tags scheint heute ja gar nichts mehr zu gehen… ;-)

Auf den ersten Blick scheint es bei Amazon aber vor allem die jüngere Generation zu sein, die dort taggt. So kamen bei einer (einzigen) Probe-Tagsuche (“Bibliothek”) praktisch nur Kinder- und Jugendbücher. Auch scheint es noch im Anfangsstadium zu sein, da die meisten zur Auswahl stehenden Tags zur Eingrenzung jeweils nur einmal vergeben wurden.

Tag Surfer

LoL hat sich gerade mal wieder ein bisschen bei WordPress umgeschaut und ist dabei auf den Tag Surfer gestossen:

This is a collection of posts around WordPress.com from people talking about the same stuff that you do. Beta! You can add tags you want to follow on the left-hand side, and also remove tags that you aren’t that interested in.

Verglichen werden aber anscheinend nicht nur tags, sondern auch die Katergorien. LoL ist mal die Seite runtergescrollt und hat sich die Blog-Einträge angeschaut. Abgesehen von der Verwendung eines gleichen Begriffes im Tag konnte sie allerdings nicht allzuviele Gemeinsamkeiten feststellen… Man kann das soziale Vernetzen auch übertreiben.

Überhaupt ist das ein bisschen LoL’s Problem bei all diesen Angeboten und Diensten: es gibt von allen, oder zumindest den meisten, einfach zuviel davon…

Lernen 2.0, Lektion 08: Tagging

Tagging. LoL hat inzwischen auch ein paar scheue Versuche unternommen, auf diesem Blog wie auch in LibraryThing den einen oder anderen Tag zu verwenden. Muss sich aber immer noch ein bisschen überwinden “vollkommen unstrukturiert und formenfrei” Tags zu vergeben. Déformation professionelle eben :-) .

Von Del.icio.us hat sie zwar auch schon gehört, sich aber bis jetzt noch nicht damit befasst und wusste eigentlich auch gar nicht, was es eigentlich ist. Social Software. “Social” scheint ja zur Zeit DAS Schlagwort zu sein. Alles ist social, alles wird ge- und mitgeteilt, offen zugänglich gemacht, jeder kann mitmischen, mitgestalten, mit-weiterentwickeln. Eigentlich eine gute Sache (wenn man denn mal einen Überblick hat und sich auf das beschränken kann, was einen selbst interessiert/nützt), aber irgendwie kann sich LoL nicht dem Eindruck verwehren, dass dies auch ein wenig zum Ersatz für den wirklichen, un-virtuellen sozialen Kontakt wird, da man einfach zu viel Zeit vor dem Computer verbringt und zuwenig Zeit hat, “echte” Leute zu treffen (aber vielleicht ist diese “Verlagerung” ja auch gar nichts Neues, wie so vieles. Wie haben das wohl die Leute gesehen, als das Telefon erfunden wurde, und man nicht mehr persönlich vorbei gehen musste, um sich zu unterhalten?). Und vielleicht gehört dieser Eindruck ja auch in die Kategorie der “ketzerischen Interventionen von Leuten, die noch keine persönlichen Erfahrungen mit den neuen Diensten gemacht haben”. Die Kommentare zur Lektion auf Kawa13′s Weblog (trackback, trackback! :-) ), von wo auch die Zitate stammen, fand LoL jedenfalls sehr interessant und vor allem gefreut hat sie Büchereierlei’s Aussage, dass der soziale Effekt sich auch dahin ausgewirkt hat, “echte Menschen mit gleichen Interessen” kennen zu lernen. LoL geht eigentlich auch lieber mit echten Menschen und echten Büchern in echte Cafés. Aber, seien wir ehrlich, sie findet den “sozialen Effekt” dieses Kurses auch toll und motivierend und es hat natürlich auch grosse Vorteile – das man eben in Kontakt mit Menschen kommt, die nicht in der gleichen Region sind und die man sonst gar nicht “treffen” würde. Aber es stellt sich doch auch die Frage, wie’s nach dem Kurs denn weitergeht. Denn, wie sinnvoll ist dieser Blog eigentlich, ohne den Lernen 2.0 Input? Wen interessiert’s? Wozu/worüber soll er sein? Und wie “sozial” ist Bloggen eigentlich?

Auf jeden Fall kann LoL Edlef Stabenau’s Aussage, dass es weniger darauf ankommt, ob man diese Dienste nutzt, sondern vielmehr, dass man weiss, dass es sie gibt und wie sie funktionieren, nur zustimmen und wird sich deshalb heute noch ein bisschen weiter mit del.icio.us & Co. befassen.

Lernen 2.0, Lektion 06: LibraryThing Cont. (2)

Es lässt einem halt einfach keine Ruhe… LoL hat doch noch ein bisschen weiter ausprobiert, sich bei LibraryThing ausgeloggt, nach dem eigenen Namen gesucht – et voilà! Erfolgserlebnisse sind doch einfach schön :-) .

Lernen 2.0, Lektion 06: LibraryThing

Heute hat sich LoL mal LibraryThing angeschaut, sich durch die “take the tour”-Seiten geklickt (immerhin fast bis zum Schluss), einen Account eingerichtet und gleich mal zwei Bücher eingefügt. Und weiss jetzt nicht so recht, was sie jetzt damit machen soll. Der Aufforderung, “your whole library” in ihrem Account zu erfassen, wird sie wohl eher nicht nachkommen – dazu müsste sie sich dann eine Weile unbezahlte Ferien nehmen. Also hat sie halt mal das Buch hinzugefügt, das sie im Moment grad liest*, und eins, das sie vor kurzem gerade gelesen hat. Und jetzt? Dann hat sie geschaut, was sich sonst noch so machen lässt, in ihrem Account. Nicht so viel, wie’s auf den ersten Blick scheint. Und ist dann auf das “Blog Widget” gestossen. Hier kann man, anscheinend, ein Widget erstellen, das man dann in den eigenen Blog integrieren kann, so dass alle wissen, was man grad liest, oder grad hinzugefügt hat, mit oder ohne Anzeige des Covers (sie hat mal ohne Cover gewählt, Amazon muss ja nicht überall sein) und in diversen Stilen. Hat sie also gemacht und ausgewählt und dann auf “Make it!” gedrückt und was ist passiert? – Nichts. Irgendwas müsste man jetzt wohl machen, damit das Widget dann im eigenen Blog erscheint. Aber was? Steht leider nirgends. Nun ja. LoL denkt, dass die Welt ausserhalb ihrer Klostermauern wohl damit leben kann, nicht zu wissen, was sie jetzt grad liest. LoL wird jetzt wohl zuerst mal auf Lernen 2.0 die restlichen Informationen zu LibraryThing zu Ende lesen (sie ist nämlich, zugegebenermassen, erst bis “Schauen Sie sich die Website LibraryThing einmal an” gekommen (sie gehört nun halt mal zu denen, die erst am Schluss, wenn’s nicht funktioniert, dann alles richtig durchlesen…).

*und sich auch gleich über den Verlag geärgert. Sie hat das Buch über die ISBN gesucht und auch gleich den passenden Titel gefunden – mit Jahr 1991. Dies steht auch im Impressum, von daher ist der Eintrag durchaus korrekt. Allerdings kann das Buch nicht von 1991 sein, denn es hat eine 13-stellige ISBN und ausserdem ist die Website-Adresse des Verlags aufgedruckt. Und es wird auf den CIP catalogue record der British Library verwiesen und nicht der Katalogeintrag an sich angezeigt, wie dies früher üblich war (wann hat das eigentlich gewechselt?). Das Buch ist also definitiv nicht von 1991. Sondern vielmehr ein Nachdruck der Ausgabe von 1991. Aber von wann???? Als Bibliothekarin nervt einen diese “Nachlässigkeit” von seitens des Verlags sehr (und leider gibt es davon ja mehr als genug…).